Absolute Ekstase!!!

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Luis zerstört mit Andrej Esipenko die Nummer 1 der Welt in einer fantastischen Partie !!!

Mit diesem starken Schlusspurt (3 aus 3) landet er auf einem grandiosen 6.Platz.

Da hier gerade so laut „we are the champions“ gespielt wird und langsam die Haare für die Siegerehrung gerichtet werden müssen, werde ich die genaue Analyse auf morgen verschieben – vorausgesetzt ich überlebe die große Party heute Abend 🙂

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Theorieduelle in Griechenland

Luis steht bei soliden 5 aus 8. Es war wohl deutlich mehr drin. In Runde 7 wollten wir den Kasachen Ramazan Zhalmakhanov mit dem offenen Sizilianer (statt 3.Lb5) überraschen. Beide Spieler blitzten die Züge der Sweschnikov – Variante wie Kanonensalven aufs Brett. Luis kennt sich in den entstehenden Stellungen mit den jeweiligen Plänen sehr gut aus. Leider verwechselte er einen Zug, auf den Schwarz nicht g6 spielen musste, sondern sofort zu f5 greifen konnte.

ta2

Luis spielte hier Ta2? statt der Ihm eigentlich bekannten Idee: Sce3 – h4 – Ta2 – g3 – f4 – Tah2 und Attacke!

Dies ist besonders bitter, da er in der eigentlichen Zugfolge einen sehr starken Angriff entfalten kann, wonach Schwarz vor Problemen gestanden hätte. So stand er leider schon eher schlechter. Zhalmakhanov willigte trotzdem in eine Zugwiederholung ein, der Luis unter keinen vernünftigen Umständen ausweichen konnte.

remis

Sc4 – Tb5 – Se3 – Tb8 und Hände schütteln

Engel – Zhalmakhanov

Caissa lächelte Luis bei der Auslosung mit einer weiteren Weißpartie zu. Der Russe Daniil Golikov (2317) riss im bisherigen Turnierverlauf noch keine Bäume aus. Voller Elan machten wir uns an die Vorbereitung. Den Abend und den Vormittag verbrachten wir mit Theorie pauken. Wie knackt man die Französische Verteidigung? Die Spannung unmittelbar vor der Partie war förmlich greifbar. Wird tatsächlich die Vorbereitung aufs Brett kommen? Mit einem Sieg könnte Luis in den Top Ten noch einmal ordentlich mitmischen. Um es vorweg zu nehmen: die Hälfte klappte!
Ich bekam innerliche Freudensprünge als Luis bis 22.Taxc1 jeden Zug a Tempo dem Gegner servierte. Dann griff Golikov auch schon mit Dc6? fehl.

Dc6

Luis fand das starke Te4! und stand praktisch mit dem ersten eigenen Zug objektiv auf Gewinn. Besser kann eine Partie eigentlich nicht laufen. Leider sammelt man den Punkt erst mit dem unterzeichnen des Partieformulars endgültig ein. Golikov verteidigte sich zäh und es entstand eine Stellung in der klar war das Luis objektiv auf Gewinn steht, jedoch durch die beiden offenen Könige und gefährliche Freibauern die Verwertung kein Kinderspiel wird. Anerkennen muss man die starke Verteidigungsleistung des Russen verbunden mit dem Studienartigen Finish:

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Auch die weiße Mehrdame hilft leider nicht

Nun gilt es die Wunden zu lecken und in den letzten drei Runden noch einmal Vollgas zu geben. Daumen drücken sollten die Fans (neben Luis) auf jeden Fall auch Ashot Parvanyan. Er konnte in der U18 einen starken Großmeister schlagen und liegt mit bärenstarken 6/8 fantastisch im Rennen. Weiter so „A – shot“!

fussball

Die Raute im Herzen: Luis hält auch in Krisenzeiten zum HSV 🙂

Halbzeit in Halkidiki!

Die letzten drei Tage haben sehr geschlaucht. Luis steht zur Hälfte des Turniers bei soliden 4/6 (exakt 2400 Performance). Ein Ergebnis mit dem man gut Leben kann, wenn auch noch nicht Weltmeisterlich 🙂

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Ruhetag – auch der „Resort-Hund“ braucht ne Pause

In Runde 4 gegen den Georgier Petriashvili lief zuerst alles nach Plan. Die Ragozin- Verteidigung hatten wir vor der Partie intensiv analysiert.

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In einer sehr komplizierten Partie griff Luis im 28. Zug fehl (Verlust statt leicht angenehmer) und verlor die Partie chancenlos. Schade Schokolade. Petriashvili – Engel 

Viel Zeit zu verschwenden, um sich über vergebene Chancen zu ärgern, macht zum einen keinen Sinn und zum anderen hatte die Luis auch nicht. In Runde 5 wartete der Franzose Loic Travadon.

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auch wenn es die Augen noch nicht verraten – gleich gibt es ein Feuerwerk!

Die wirklich ansehnliche Angriffspartie ist ein wahrer Augenschmauß :

Engel – Travadon

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ähnlich erging es meinem schwarzen Monarchen..

Heute ging es mit Schwarz gegen einen Fidemeister aus Sri-Lanka.

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Der Führer der Weißen Steine hatte jedoch kein großes Interesse an Komplikationen und steuerte sehr zielsicher auf den Remishafen zu. Gähnende Langweile, jedoch ist ein Schwarzremis auf dem Level nie ein Beinbruch. Wer etwas Einschlafhilfe benötigt :

Thilakarathne – Engel

Wir nutzten die freie Zeit für einen ausgiebigen Besuch im Pool:

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alle spielen Schach – Luis im Pool!

Insgesamt läuft es für die Deutsche Delegation im Rahmen der Erwartung. Es wird sich zeigen welche Nationen den Ruhetag am sinnvollsten Nutzen können. Wir werden die Deutsche Fahne im traditionellen Fussballturnier mit den Holländern, Schweizern und Belgiern würdig vertreten. Wir freuen uns auf die zweite Halbzeit des Turniers!

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Kaviar und Vollgas

Luis kommt voll in Fahrt! In der gestrigen Doppelrunde konnte unser Held 1,5/2 holen. Vor allem die erste Runde gegen den Serbischen FM mit dem furchteinflössenden Namen hatte es in sich.

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Luis hat seine Partie für euch kommentiert: Analyse Milosevic – Engel

Unbedingt loben möchte ich an dieser Stelle das vorzügliche Essen. Bisher gab es nichts zu meckern.

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Kaviar zum Mittag

Mit 2/2 bescherte die Auslosung Luis den Chinesen Hongchi Peng mit Weiß. Bei der Vorbereitung wurde klar, dass sich der Mann aus dem Land des Lächelns wohl Sizilianisch verteidigen wird. Wir rechneten mit der Taimanov-Variante. Hongchi hatte aber eher Lust auf Najdorf. Die in der Partie gespielte Zugfolge hatten Luis und ich in unseren abendlichen Blitzsessions auf unserem Balkon schon etliche male. Seinen Kopf musste Luis somit erst ab Zug 20 anstrengen. Es entwickelte sich eine extrem komplizierte Partie mit zweischneidigem Spiel. Nach mehreren taktischen Scharmützeln endete die Partie folgerichtig Remis.  Engel – Peng

 

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Ruhe vor dem Sturm

Mit 2,5/3 darf Luis heute an Brett 5 spielen. Sein Gegner kommt aus Georgien und ist mit ELO 2343 der erste richtige Brocken.

Mittlerweile haben wir unseren festen Rhythmus. Nach dem vorzüglichen Frühstück machen wir uns an die Vorbereitung. Um 13 Uhr wird diese durch das nächste Schlemmerfest unterbrochen. Danach noch einmal alles wiederholen und etwas ausruhen. 14:30 Uhr machen wir noch einen kleinen Spaziergang, welcher im Spielsaal endet.

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Der Fussballplatz wartet sehnsüchtig auf uns

Wie in vielen Hotels üblich funktioniert der Strom nur wenn eine Zimmerkarte in der dafür vorgesehenen Vorrichtung steckt. Da wir aber beide unsere Karten dauernd am Mann benötigen, wir jedoch gleichzeitig auch unsere elektronischen Geräte laden möchten, standen wir vor einer kniffligen Aufgabe. Diese wurde mit Bravour gelöst.

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der Schülerausweis als Retter in der Not

Die heutige Partie kann unter folgendem Link verfolgt werden:

Petriashvili – Engel

Sorgen müssen wir uns nicht:

„Wenn ich Weiß habe gewinne ich weil ich Weiß habe, wenn ich Schwarz habe gewinne ich weil ich Luis bin“ 🙂

 

 

Traumstart in Halkidiki!

Weltmeisterschaft 2018. Nach einer wahren Odyssee sind wir in Griechenland angekommen. Der Wecker klingelte um 4 Uhr morgens, noch schnell den Figurensatz auf Vollständigkeit prüfen und ab zum Hamburger Hauptbahnhof. Von dort in locker flockigen vier Stunden nach Frankfurt. Die Zeit vertrieben wir uns mit Blitzpartien. In Anbetracht beiderseitiger Schlaftrunkenheit erzeugten wir echte Perlen 🙂

In Frankfurt angekommen trafen wir neben H.P. Baxxter samt Modelfreundin auch auf die Deutsche Delegation. Der Flieger brachte uns nach Thessaloniki, von dort mit dem Bus weiter nach Halkidiki. Völlig verschwitzt und müde bezogen wir gegen 18 Uhr unser Zimmer. Das „Porto Carras Grand Resort“ bietet (wie schon 2015) weltmeisterliche Bedingungen:

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Ein Strand zum entspannen.

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oder zum baden!

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für Weicheier auch nur der Finger ins Wasser..

und einen sehr eleganten Turniersaal.

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Auch die sehr langen Schlangen am Buffet sorgen nicht wirklich für schlechte Laune. Schachspieler aus 76 verschiedenen Ländern der Erde erzeugen eine großartige Atmosphäre.

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Die Vietnam – Gang auf dem Weg zum Essen.

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an Fleisch mangelt es nicht..

Der Blick von unserem Balkon könnte auch schlechter sein:

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Nach den ganzen Postkartenmotiven fragt sich der schachbegeisterte Leser natürlich, was Luis heute mit den Holzfiguren angestellt hat. Als Startranglistenplatz 8  in der U16 gestartet traf Luigi heute auf den Bulgaren Matey Petkov. Aufmerksame Beobachter des Blogs erinnern sich vielleicht noch an das kleine Maleur vor 3 Jahren an gleicher Stelle, als Luis im 4. Zug mit Weiß einen Bauern einstellte, dann jedoch noch mit Mühe und Not in den Remishafen lenkte. In diesem Jahr sollte es besser laufen.

Überlassen wir dem Neu-IM selbst das Wort: Analyse Engel – Petkov

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Morgen steht die erste (und auch einzige) Doppelrunde auf dem Programm. 10 Uhr geht es gegen den Serbischen Fidemeister Milos Milosevic. Die Partie ist unter folgendem Link Live zu verfolgen:

 https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/fide-world-youth-championships-2018-o16/2/1/7

Sollte Luis nicht vom rechten Pfad abkommen, blicken wir hoffnungsvoll nach vorn!

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Vom Ausbruch der Pest und verschwundenen Höschen

Die Situation bei der Europameisterschaft spitzt sich zu. Nach 7 gespielten Runden steht Luis bei 4 Punkten. Erst konnte er eine spannende Partie gegen den Griechen zum Sieg führen. Wie immer hat der Meister für euch die Partie fachkundig kommentiert:

5. Runde: http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/13/Game16390853.html

Kann bei so einem Ausblick am Morgen der Tag noch schlecht werden? Jo leider schon! Irgendeine Fleischkreation am Buffet vertrug mein Körper scheinbar nicht. Ich lag also erstmal flach. Witze wie „Riskant ist, wer Durchfall hat und trotzdem pupst“ konnten meine Stimmung nur kurz erheitern. Während ich den ganzen Tag auf unser Couch gammelte, vergaß ich auch meine geliebte Badehose auf dem Balkon. Diese sollte eigentlich nur kurz trocknen. Als ich das nächste mal nachschaute, war sie verschwunden. Vom Winde verweht sozusagen. Sicher fragt sich der Leser, warum mir das für 40 Lei ( 10 Euro) erstandene Höschen so am Herzen liegt. Ich bin mit Luis am ersten Tag im Resort – Kiosk „shoppen“ gegangen. Leider gab es mit INSGESAMT 7 Badehosen nur eine sehr eingeschränkte Auswahl. Alle blau. Also immer eine in die Hand und in die provisorische „Kabine“ umziehen. So richtig passen wollte keine. Die charmante Verkäuferin schien schon etwas genervt und kam auf einen genialen Einfall. Sie gab mir einfach das gleiche Höschen noch einmal und sagte, dass dieses jetzt aber wirklich passen müsste 🙂
Da mir das ständige Umziehen langsam zu anstrengend wurde und wir endlich an den Strand wollten, habe ich dann die Kröten aus der Tasche geholt und den Laden verlassen.

etwas kurz aber trägt man wohl heutzutage so

Den spielfreien Tag nutzten wir, um das Fußballturnier zu gewinnen. Dies gelang uns trotz starker polnischer Gegenwehr ziemlich souverän.

Die 6. Runde bescherte Luis mit Lucas van Foreest das niederländische Top-Talent schlechthin. Mit Lucas habe ich 2 Jahre in einer Mannschaft in der Niederländischen 1.Liga gespielt. Er ist einer der Favoriten auf den Europameister und war an diesem Tag schlichtweg zu stark für Luis.

6. Runde: http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/13/Game16409043.html

Leider erwischte die Magenverstimmung dann auch Luis. Ob es an der halben Packung Käsepopcorn oder irgendwelchen anderen Köstlichkeiten lag, konnte Dr. Meißner nicht abschließend klären. Jedenfalls bestand die Vorbereitung aus Schlaf nachholen (die Nacht verbrachte Luis die meiste Zeit auf dem Klo) und Tee trinken. Um 14 Uhr fühlte er sich trotzdem in der Lage zu spielen. Das an diesem Tag natürlich die komplizierteste Partie des Turniers folgen sollte, ist etwas Pech mit dem Timing.

7. Runde: http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/13/Game16419105.html

Heute ging es Luis aber schon wieder ganz in Ordnung. Dafür schwächeln jetzt Appartementkollegen Raphael und Leonid. Wie ich heute am Pool erfuhr sind aber noch weitere Deutsche betroffen.

Jetzt geht es erstmal zum Abendessen 🙂

Luis auf der Überholspur!

Luis ist im Turnier angekommen. Aber wie! Mit zwei stark herausgespielten Siegen befindet er sich in der Verfolgergruppe. Luis hat beide Perlen wieder für euch kommentiert:

Runde 3: Engel – Loukopoulos : http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/8/Game3341915.html

Runde 4: Kotau – Engel : http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/8/Game1752905.html

Morgen findet um 15 Uhr die 5. Runde statt. Am Sonntag ist Ruhetag. Mittlerweile haben wir einen guten Tagesrhythmus gefunden. Nachfolgend ein kurzer Überblick über einen typischen EM – Tag:

8:45 Uhr : Wecker klingelt
9:00 Uhr : Ab zum Frühstücksraum
9:15 Uhr : Drängeln am Kaffeeautomat
9:17 Uhr : Mist! Wieder leer und weit und breit kein Personal da
10:00 Uhr : Gegner in der Datenbank checken und für eine Eröffnung entscheiden
11:30 Uhr : Eröffnungsdatei wiederholt
11:45 Uhr : Badesachen an und ab an den Strand / Pool

11:46 Uhr : Handtücher von Rafael und Leonid klauen
11:46 Uhr : Jetzt aber wirklich los!

13:00 Uhr : Mittagessen
13:05 Uhr : anstellen beim Live – Cooking
13:10 Uhr : Der lustlose Koch wirft einem die Pita – Rolle auf den Teller
13:30 Uhr : Wiederholung der Eröffnung und letzte Motivationsrituale („WHO AM I? I AM A CHAMPION!“) 🙂
14:00 Uhr : Abfahrt zum Kongresszentrum
15:00 Uhr : Partiestart
19:30 Uhr : Luis hat gewonnen
20:00 Uhr : Abendessen
20:30 Uhr : Fußball auf feinstem Kunstrasen
22:00 Uhr : Analyse und Kommentierung der Partie

Danach Party bis in die frühen Morgenstunden..

Morgen geht es wieder gegen einen Griechen. Seine Elozahl von 2020 scheint jedoch nicht seine wirkliche Spielstärke wiederzugeben. Er konnte schon drei sehr starke Spieler schlagen (Heute gegen einen Gegner über 2400 ).
Ich würde jedoch meinem schlimmsten Feind nicht wünschen, gegen einen Luis (in dieser Form!) mit Schwarz zu spielen. Ich bin guter Dinge, dass er das Tempo halten kann und auf der Überholspur bleibt!

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Ausgleichende Ungerechtigkeit – Zwei Dramen in Mamaia!

Wie eng manchmal Freud und Leid beieinander sind, musste Luis in den ersten beiden Runden schmerzlich feststellen.

Beide Dramen hat Luis für den interessierten Leser kommentiert.

Runde 1: Engel – Kukas : http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/7/Game7105034.html

Runde 2: Ileana – Engel : http://view.chessbase.com/cbreader/2017/9/7/Game7138012.html

Als Trainer freue ich mich über die realistische Einschätzung von Luis. Die erste Partie war eine typische erste Runde. Der Gegner erwischt Luis auf dem falschen Fuß und spielt dann auch noch eine Reihe gute Züge. Man darf nicht immer erwarten, dass Elo-mäßig schlechtere Spieler einfach brav nach 20 Zügen aufgeben. Dazu vielleicht ein amüsantes Interview von Weltmeister Magnus Carlsen :


 In der zweiten Partie geht unsere Vorbereitung voll auf. Luis erhält eine Druckstellung und es ist eigentlich ein Spiel auf zwei Ergebnisse. Eigentlich. Wenn man dann an einer Stelle den Faden verliert und selbst den Kontrollverlust realisiert („Oh das habe ich übersehen, Ich sehe ich ja gar nichts mehr“) dann ist es meistens schon zu spät.
Klar ist, dass es kein Traumstart in diese EM war, aber das Turnier (zum Glück) noch sehr lang ist.
Neben dem Berliner Spitzenspieler Rafael Lagunow teilen wir auch mit Ex-Europameister Leonid Sawlin unser Appartement. Leonid konnte 2015 nach einer Niederlage in der ersten Runde letztendlich noch Europameister U16 werden.



Leonid Sawlin

Blitz mit dem Promi 🙂

Heute geht es gegen den Griechen Panagiotis-Athana Loukopoulos.
„Ich frag mich, wie ich das bei dem Partieformular auf diese Zeile quetschen soll“ waren Luis erste Worte beim Blick auf die Auslosung.

Hoffen wir, dass er nicht nur dieses Problem löst, sondern auch das Pünktchen mitnimmt.

Tag zu früh da!

Nach einer wahren Odyssee senden Luis und ich viele Grüße aus Mamaia! Kurzer Rückblick: „4:00 Uhr“ leuchtet auf dem Display meines Weckers auf, begleitet von einem ohrenbetäubenden Piepton. Dreißig Minuten später sitzen wir im Auto Richtung Flughafen. Von Hamburg geht es nach Frankfurt – von dort weiter nach Bukarest.



Herzliche Begrüßung in Frankfurt

Das mein Outfit schlecht gewählt ist, merke ich beim Marsch aus dem Flieger. Der Hertha-Pulli scheint für das rumänische Wetter nicht geeignet. Spätestens während der gut dreistündigen Busfahrt ist klar, dass der schweißdurchtränkte Stoff nur noch als Duschmatte fungieren kann. Letztendlich kommen wir doch noch irgendwie an.

Der Deutsche Schachbund hat sich vorbildlich früh um die Organisation der EM gekümmert. Leider so früh, dass der Termin auf der FIDE – Webseite wohl noch nicht endgültig war. Der Hotelkomplex war bis auf uns frei von Schachspielern. Somit konnten wir den Sonntag noch nutzen, um uns das 4 Sterne Resort genauer anzuschauen.
Es macht wirklich einen guten Eindruck:

großzügiges Wohnzimmer



Bei Vollpension wird die Küche wohl eher als Deko dienen 🙂

Unsere Terrasse bietet einen guten Ausblick auf die verschiedenen Pools. Die Hälfte haben wir schon getestet.

Apropos Terrasse! Luis konnte mich in den bisher knapp 30 gespielten Blitzpartien gut in Schach halten. Eine meiner wenigen Gewinnpartien wurde aber ZUFÄLLIG dokumentiert 🙂

Trotz der zwei Schwarzen Damen kann Weiß mittels Tee1! nebst Abtausch einer Tante auf g6 und Durchmarsch des d-Bauern gewinnen.

Heute um 15 Uhr wird es dann endlich ernst. Die Auslosung beschert Luis den Kroaten Oliver Kukas (ELO 2095) mit Schwarz. Die Vorbereitung steht und wir hoffen auf einen Auftaktsieg!

In Bestform zur EM nach Rumänien!

Das Projekt #Luiswirdweltmeister geht weiter! Vom 04. bis 15. September 2017 nimmt Luis an der Europameisterschaft in Mamaia (Rumänien) teil. Es sind also nicht mal zwei Monate bis zum Griff nach den Sternen. Es fällt mir sehr schwer die Euphorie zu bremsen. Seit der Deutschen Meisterschaft der Männer (!) darf sich Luis Meisteranwärter nennen. In überzeugender Manier konnte er seine erste IM – Norm erzielen.


bärenstarke Besetzung und trotzdem Tuchfühlung zur Spitze!

Luis hat für euch seine größte Perle des Turniers kommentiert. Überlassen wir also dem Meister das Wort:

Engel,Luis (2319) – Kalinitschew,Sergey (2437)
DEM 2017 Apolda

Nach einem guten Start ( 2,5 / 4 ) traf ich in der 5. Runde auf den Berliner Großmeister Sergey Kalinitschew. Ich stellte mich auf einen blutigen Kampf ein und Dieser sollte es auch werden …
1.e4 c5 2.Sf3 g6 3.d4 cxd4 4.Sxd4 Sc6 5.c4 Lg7 6.Sc2 d6 7.Le2 Sf6 8.Sc3 0–0 9.Le3 Sd7 10.Dd2 Sc5 11.f3 a5 12.h4!?

Eine interessante Neuerung. Ohne Risiken einzugehen beginnt weiß, den schwarzen König anzugreifen. Ein ähnliches Vorgehen konnte ich bei einer Partie von Caruana entdecken.
12…f5 Schon die erste Ungenauigkeit, obwohl der Zug sehr menschlich ist.
[12…h5 Diesen seltsamen Zug schlägt der Computer vor und sagt „Ausgleich“. Allerdings bekommt weiß auch hier nach 13.0–0–0 Mit der Idee g4 starken Angriff]
13.h5 Tf7?! Ein weiterer ungenauer Zug, aber die Stellung war ohnehin schwierig für Schwarz
14.0–0–0 Gewinnt dank der Drohung Lxc5 ein Tempo
14…Df8 15.hxg6 hxg6 16.exf5 gxf5

Die anderen Schlagmöglichkeiten sind keinesfalls besser, z.B.
[16…Lxf5 17.g4 Le6 18.Sd5±]
17.Th4!?
Verhindert die schwarze Idee 17…f4 und bereitet die Turmverdopplung auf der h-Linie vor. Allerdings gab es eine noch stärkere Alternative, und zwar
[17.f4! Nun kommt der weißfeldrige Läufer sehr stark über h5 oder f3 ins Spiel]
17…Se5 Schwarz nutzt die Chance, seinen Springer zu aktivieren.
18.f4 Sg4 [18…Sg6 Hier steht der Springer ungünstig: 19.Th2! Lh5 liegt bereits in der Luft]
19.Ld4 e5 20.Lg1 Zu dem schwachen König kommt jetzt auch noch eine positionelle Ruine hinzu. Die Partie ist entschieden
20…Ta6 21.Se3!? Tauscht die einzige schlechte weiße Figur ab. Allerdings gab es wieder mehrere gute Alternativen:
[21.Kb1; 21.Sd5]
21…Sf6 22.Sed5

22…Le6?? Nach diesem Einsteller ist die Partie sofort zuende. Aber auch nach anderen Zügen steht Schwarz auf Verlust; der König ist zu schwach und es droht u.a. Le3 n. Th1 und fxe5.
23.Lxc5! Der Gewinnzug!
23…dxc5 24.fxe5 und der Springer hat kein vernünftiges Feld.
24…Sh7 [24…Sg4 25.Lxg4 fxg4 26.Tdh1+–]
25.Lh5! Beginnt, den Springer einzukassieren.
25…Td7 26.Lg6 Lxe5 27.Tdh1

Nichts geht mehr.

27…Dg7 28.Txh7

1–0


Schnappschuss „Luis in Siegeslaune“ von Fotograph Klaus Steffan

Europameisterschaft in Mamaia.
Mamaia? Wo soll das denn sein?
Wikipedia gibt Aufschluss: Mamaia liegt auf einer etwa sieben Kilometer langen und ca. 350 Meter breiten Landzunge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Süßwassersee Siut-Ghiol oder auch Kanara-See genannt.Die Schwarzmeerküste von Mamaia hat zwischen 40 und 300 m breite, helle und feine Mineral- und Muschelsandsteinstrände, die lang und ausgedehnt sind. Die Strände fallen hier seicht ins Meer ab und sind daher bei Familien mit Kindern beliebt. Hinter den Stränden verläuft sogleich die Promenade mit verschiedensten Restaurants, Cafés, Eisdielen und sonstiger Geschäfte sowie Banken, Post, Apotheken usw. Dahinter befindet sich zum Teil ein reicher Baumbestand.

Klingt ja nach optimalen Rahmenbedingungen! Die Bilder auf der Turnierseite (https://ecuyouth2017.ro) sehen auch vielversprechend aus:


Vom Balkon in den Pool?

Seit der Weltmeisterschaft 2012 hat es Luis kontinuierlich geschafft, sich für eine Welt- oder Europameisterschaft zu qualifizieren. Der Blog verzeichnet seit dem Launch knapp 50 000 Zugriffe aus 65 verschiedenen Ländern.
Der aufmerksame Leser hat sicherlich schon die Unterstützer – Liste auf der rechten Seite gesehen. Wir freuen uns sehr über die rege Bereitschaft, sich aktiv an diesem Projekt zu beteiligen. Neben den öffentlich zu findenden Sponsoren haben sich auch mehrere Privatpersonen engagiert. Vielen Dank dafür!
Falls Sie sich angesprochen fühlen, einen topmotivierten Schachspieler für eine Europameisterschaft zu unterstützen, würden wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme freuen!