Luis wird Großmeister

Es ist vollbracht! Luis hat beim gerade beendeten Christoph Engelbert – Gedenkturnier seine dritte GM – Norm erzielt und wird damit in Kürze zum Großmeister ernannt.

a 8A3A2651Luis hat gut lachen 🙂 

Mit beeindruckenden 6,5 Punkten aus 9 Partien (Leistung 2608 Elo) landete er auf Platz 2.

IMG_20191011_211020Die begehrte Norm 

In Runde 7 kam es zum großen Showdown gegen mich. Das es auf dem Brett keine Nettigkeiten geben würde war schon dadurch klar, dass wir für eine Norm (bei mir IM) praktisch beide einen Sieg benötigten. Besonders brisant: die ersten 6 Runden bereiteten wir jede Partie gemeinsam vor, sodass unser Wissen (oder Nichtwissen) dem Anderen bekannt war. Das Luis sich mit dem Rauzer verteidigen wird eriet ich noch richtig, von meiner eigenen Vorbereitung im 8. Zug abzuweichen stand allerdings nicht im Drehbuch. Luis überspielte mich daraufhin Großmeisterlich 🙂

11Analyse Felix – Luis unter den strengen Augen von Zwillingsbruder Robert und dem Ehrenvorsitzenden und Entdecker von Luis, Christian Zickelbein. 

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In den Runden 8 und 9 ließ Luis nichts mehr anbrennen und sorgte mit einem Weißsieg gegen GM Lubomir Ftacnik und einem Remis gegen Spartak Grigorian für die notwendigen 6,5 Punkte.

a 8A3A2678Feierstimmung beim Tandem

a 8A3A2731Die Preisträger des IM – und GM – Turniers 

Die „Luis – ist – Großmeister – Party“ verlagerte sich später in die Bar „Fly“. 

IMG_20191011_225454Felix, was ist denn ein Mexikaner?“

In einem halben Jahr drei GM – Normen zu erzielen, damit mit gerade mal 16 Jahren der aktuell jüngste Deutsche Großmeister zu sein, erscheint komplett surreal. Vielleicht bewahrheitet sich mein im Jahr 2012 (aus Spaß) gewählter Blogtitel bei der U18 Weltmeisterschaft 2020 in Mamaia ja doch..

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Bis dahin,

Felix Meißner

Luis greift nach den Sternen!

Es ist alles angerichtet für das ganz große Finale! Die letzte Runde findet Morgen schon um 10 Uhr statt. Luis trifft an Brett 2 auf den Russen Tagir Salemgareev – mit Weeiiiß!!! Mit einem Sieg sollte er sehr gute Chancen auf eine Medaille haben. Trotzdem denkt er zur Zeit nicht an irgendwelche Edelmetalle – einerseits muss er sowieso gewinnen und andererseits kann er die Ergebnisse der Fernduelle nicht beeinflussen.

Weeiiiiiß in der letzten Runde – ein Traum!

tabelleTabellenstand nach der 8. Runde

Als einer der wenigen Spieler ist Luis auch noch ungeschlagen :

tabelle

Auch wenn der Fokuss klar auf der letzten Runde liegt, möchte ich dem treuen Leser noch die entscheidenden Stellungen der letzten Runden zeigen.

Gegen das russische Wunderkind Volodar Murzin wurde es wie erwartet schwer. Zwischendurch ging mal was für Luis ( 21. ..Sb4) , dafür bekommt er in quasi Verluststellung ein Remis geschenkt. Passt scho! Murzin – Engel

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zum Glück nahm Murzin nach Df1 die Remisofferte an 

Komplett anderes Bild dann in Runde 7. Gegen den israelischen Internationalen Meister Ido Gohrstein ging es die ganze Partie über in eine Richtung – nach vorn! Als die Zeit für die Siegabwicklung gekommen war, versagten unserem Held die Nerven :

ghorstein

Nach 47. Sxb7 Txa4 48. Te4 waere Feierabend gewesen. Es droht Sc5 mit Figurengewinn und der schwarze Monarch kann auf kein Feld, welches nicht eine Gabel zulässt. Luis spielte stattdessen zuerst Te4 und musste sich nach guter Verteidigung des Israelis ins Remis fügen. Engel – Gorshtein

Damit war die Siegesserie mit Weiß gerissen. Aber es war auch dringend an der Zeit mal den ersten Schwarzsieg einzufahren. Diese Aufgabe erledigte Luis heute gegen den Schweden Milton Pantzar. In einem Nimzoinder spielte Luigi geduldig und genau.

pantzar

nach Sc2 fliegt der erste Farmer weg

 

Die Vorbereitung steht und die Spannung ist unerträglich!

Go Luis und greif nach den Sternen!

Luis zwischen Wackelpudding und Kaiserschmarrn

„Luis, hast du Beton angerührt? Nein, eher Wackelpudding“

Diese Antwort auf die Frage des Bundesnachwuchstrainers trifft es ziemlich treffend. Gegen den Schweizer IM Fabian Baenziger stand wieder die Ragozin – Verteidigung auf dem Brett. Nach einer langen Theorie – Diskussion spielte Luis ungenau und musste dann eine Ruine zusammen halten:

fabi

großen Spaß macht die schwarze Stellung nicht

Glücklicherweise wickelte Fabian schnell in ein Turmendspiel ab, welches dann leicht zu halten war.

IMG_20190805_150945Luis in Action

Deutlich besser lief es dann gestern mit “ Weeeeeeeeeiiiiiiiiiiss“. Mittlerweile ist sein Aufschlag mit den hellen Steinen so beeindruckend, dass allein schon das Wort bei uns orgiastische Glücksgefühle auslöst 🙂

Gegen den Polen Jakub Fus (2357) lief alles wie am Schnürchen. Die vorbereitete Variante im Spanier kam wie erhofft aufs Brett. Schon nach 16 Zügen steht Schwarz vor den Trümmern seiner Stellung.

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Der Polnische FM investierte nun 26 Minuten für den besten Zug Sd7, brach aber später dann doch unter dem Druck zusammen. 3 aus 3 mit Weiss sind schon eine Ansage! 

IMG_20190802_192633da schmeckt sogar das Abendessen

Heute geht es mit Schwarz gegen das russische Wunderkind Volodar Murzin. Er ist 13 Jahre alt, meistens auf dem Stuhl kniend und mit einer Elo von 2435 ausgestattet. Die dritte Schwarzpartie wird wohl einen komplett neuen Charakter haben. Murzin wird eher keinen Beton anrühren, sondern selber versuchen Druck auszuüben. Ihr könnt die Partie hier live verfolgen: Murzin – Engel

Die Vorbereitung steht und Luis ist heiß auf seinen ersten Sieg mit Schwarz!

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Die weiße Übermacht

Der Luis – Express nimmt langsam Fahrt auf! Gegen den Georgier Luka Oboladze kam mit Schwarz die vorbereitete Ragozin Variante aufs Brett.  Luis glich sehr schnell aus, leider jedoch ohne Chance auf mehr als einen halben Punkt. Folgerichtig war nach gut zwei Stunden Händeschütteln angesagt.  Ein Ergebnis mit dem man leben kann, wenn auch Luis sich natürlich mehr Action gewünscht hätte.  Die Partie zum nachspielen : Oboladze – Engel

Mehr Spannung gab es am Abend. Beim Blitzen war die Remisquote sicher unter 5 Prozent.  “ Ein Kamel rennt schneller als zwei“ als Merkspruch für ein Wettrennen im Bauernendspiel war mir auch neu 😉

Deutsche Meister unter sich

Heute spielte Luis gegen den spanischen Fide-Meister mit dem eleganten Namen “ Adrian Martinez Fernandez“.  Wir bereiteten etwas gegen Najdorf vor. Als ich bei Partiebeginn am Brett stand, traute ich meinen Augen nicht. Es stand die Määäx – Variante auf dem Brett. Eine Spezialität der Bayrischen Jugendschach Ikone Maximilian Berchtenbreiter. Max ist natürlich ein wahrer Meister in diesem System. Ungeübte und nicht leidensfähige Schachspieler sollten davon lieber die Finger lassen. Auch ich habe so im Blitz schon etliche Male gegen Luis gespielt und verliere damit mittlerweile meistens in weniger als 20 Zügen.

in den falschen Händen glatter Selbstmord

Auch Luis musste sich das Lachen stark verkneifen bzw. war sich unsicher, ob er nicht doch gegen mich gerade spielt 🙂

Die Partie war eine glatte Hinrichtung:  Engel – Martinez Fernandez

Mit Weiß konnte Luis nun beide Partien gewinnen. Die schlechte Nachricht: Morgen hat er Schwarz.

Beim schlendern durch die Innenstadt versuchte Luis sich bei den Einheimischen Pros noch ein paar Tricks abzuschauen.

Auch sonst hat Bratislava wirklich tolle Postkartenmotive zu bieten:

viele kleine Gassen

Blick auf die Donau

Zu einem festen Ritual ist unser abendliches Analysieren des Tages in der „Privileg Lounge“ geworden. Snacks, alkoholfreie Kaltgetränke und deutscher Gangsterrap sorgen für Entspannung. Letzteres sorgt auch für wenig Rummel in der Lounge, da die verstörenden Texte andere Gäste verschreckt. Die Jugend von Heute.

Capital Bra hoch im Kurs

Morgen geht es gegen den Internationalen Meister Fabian Bänziger aus der Schweiz. Kein einfaches Los, aber ich bin guter Dinge, dass Luis den Schwung von Heute mitnehmen kann und auch mit Schwarz Druck ausüben kann.

Luis zittert sich zum Sieg

Unsere Odyssee nach Bratislava gestaltete sich erwartungsgemäß anstrengend, aber ohne besondere Vorkomnisse. Die komplette Deutsche Delegation ist im 4 – Sterne Hotel „Mercure“ untergebracht. Große Glücksgefühle löste der erste Blick in unser „Zimmer“ aus. Es ist eine Suite! 😉

Vorbereitung in unserer Lounge

Das Hotel macht auch sonst einen sehr guten Eindruck. Frühstück und Mittagessen nehmen wir hier ein, das Abendessen gibt es für alle Delegationen gemeinsam in einem riesigen Saal im Congresszentrum.

gemütliche Lobby

das Restaurant

Gestern um 15 Uhr sollte es dann endlich mit Klötzchenschieben losgehen. Die Auslosung erschien relativ spät, reichte aber um noch festzustellen das wohl die Sizilianische Rauzer Variante aufs Brett kommen wird. Der Tscheche Thomas Hurdzan konnte Luis mit der Nebenvariante 13. .. Sh7 aus dem Buch werfen. In unserer Datei wird daraufhin 14. a3 angegeben. Luis erinnerte sich nicht mehr und entschied sich am Brett für das logische h4. Die Kommentatoren im Livestream meinten zu der Eröffnung  sinngemäß “ Diese Rauzer Stellungen sind objektiv ausgeglichen, wenn jedoch zwei gleichstarke Spieler aufeinander treffen gewinnt meistens Weiß“  Mit fast 300 Elo mehr auf der Waage traf diese Prognose auch ein – auch wenn Luis zwischen Zug 19 und 24 einige Klimmzüge machen musste 🙂

Die Partie könnt Ihr hier nachspielen:

Engel – Hurdzan

Luis im Chess TV

Auch der Spielsaal macht einen ordentlichen Eindruck:

Heute beschert Luis die Auslosung einen alten Bekannten: Luka Oboladze. Die Klingen der beiden kreuzten sich schon bei der WM in Maribor 2012. Dort mit dem besseren Ende für Luis.

Wir hoffen auf eine Wiederholung der Ereignisse und den zweiten Punkt. Am Outfit wird es auf jeden Fall nicht scheitern 🙂

Es geht wieder los – Europameisterschaft in Bratislava!

Die Europameisterschaft in Bratislava steht vor der Tür. Luis startet in der U18 (alter Lachs wie die Zeit vergeht!) und es fällt mir schwer die Euphoriebremse zu spielen – das letzte Jahr lief einfach zu fantastisch. Nach seiner unsterblichen Partie gegen die Nummer 1 der Welt, Andrej Esipenko, und dem damit verbundenen 6.Platz bei der WM hätte wohl niemand Luis verübelt das Rating zu stabilisieren und mal etwas die Füße hochzulegen. Luis hatte aber andere Pläne. Im November folgte die Ernennung zum Internationalen Meister. Beim Grenke Open in Karlsruhe erzielte er seine 1. GM Norm. In der Bundesliga avancierte er zum HSK – Topscorer und übererfüllte seine 2.GM Norm mit einer Performance von 2707 um 100 Punkte.

Bildschirmfoto 2019-07-31 um 12.06.26                                                     Nur das Bild scheint nicht ganz aktuell 😉

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Bei der Deutschen Schulschachmeisterschaft besetzte Luis das Spitzenbrett der Brecht-Schule und konnte mit seinem Team (inklusive Zwillingsbruder Robert) den Gewinn der Deutschen Meisterschaft feiern. Eine Woche später wurde er in Willingen mit großem Abstand zum Spieler des Jahres gekürt.csm_Engel2019_858414011a

Spieler des Jahres 2018

Bei der anschließenden Deutschen Jugendmeisterschaft wurde Luis seiner Favoritenrolle gerecht, sodass Abends in der Bar “ Chillen mit dem Deutschen Meister“ auf dem Programm stand.2019-Siegerehrung-093.1600

Deutscher Meister U18 

Vor gut zwei Wochen konnte Luis zusammen mit den Treppchennachbarn Valentin Buckels und Ashot Parvanian sowie Emil Schmidek und Alexander Krastev für Deutschland die U18 Mannschafts-EM in Pardubice gewinnen!

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Bei all dieser Lobhudelei muss man als Coach natürlich auch die Schwächen im Blick haben :

Bildschirmfoto 2019-07-31 um 11.30.48Rapid muss wohl ganz dringend trainiert werden 🙂

In Bratislava werden die Karten jedoch wieder neu gemischt. Die Altersklasse U18 ist in diesem Jahr sehr stark besetzt :

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Das Feld ist so ausgeglichen – jeder kann jeden schlagen – sodass auch die aktuelle Form und äußere Umstände (nicht krank werden z.B) ausschlaggebend sein werden. Trotzdem liebäugeln wir natürlich mit einer Top 5 – Platzierung.

Morgen Abend werden wir in den Nachtzug in Hamburg steigen und Freitag gegen 9 Uhr in Bratislava ankommen. Beim Schreiben dieser Zeilen kommen Erinnerungen an unsere erste WM 2012 in Maribor hoch, als uns dieses schöne Präsent im Nachtzug anlächelte. Auch dieses mal werde ich natürlich aufpassen, dass der gute Wein nicht in Luis´Hände gerät.

Foto (2)

Trotz der langen Fahrt sahen wir damals, bei der Ankunft in Maribor, noch relativ fresh aus 🙂 :

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In diesem Jahr ist es wichtig das Luis nicht nur fit aussieht, sondern auch sein Kopf bereit ist zu arbeiten: die 1. Runde startet 15 Uhr.

Wir melden uns aus Bratislava mit hoffentlich guten Neuigkeiten!

Felix Meißner und Luis Engel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Absolute Ekstase!!!

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Luis zerstört mit Andrej Esipenko die Nummer 1 der Welt in einer fantastischen Partie !!!

Mit diesem starken Schlusspurt (3 aus 3) landet er auf einem grandiosen 6.Platz.

Da hier gerade so laut „we are the champions“ gespielt wird und langsam die Haare für die Siegerehrung gerichtet werden müssen, werde ich die genaue Analyse auf morgen verschieben – vorausgesetzt ich überlebe die große Party heute Abend 🙂

Theorieduelle in Griechenland

Luis steht bei soliden 5 aus 8. Es war wohl deutlich mehr drin. In Runde 7 wollten wir den Kasachen Ramazan Zhalmakhanov mit dem offenen Sizilianer (statt 3.Lb5) überraschen. Beide Spieler blitzten die Züge der Sweschnikov – Variante wie Kanonensalven aufs Brett. Luis kennt sich in den entstehenden Stellungen mit den jeweiligen Plänen sehr gut aus. Leider verwechselte er einen Zug, auf den Schwarz nicht g6 spielen musste, sondern sofort zu f5 greifen konnte.

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Luis spielte hier Ta2? statt der Ihm eigentlich bekannten Idee: Sce3 – h4 – Ta2 – g3 – f4 – Tah2 und Attacke!

Dies ist besonders bitter, da er in der eigentlichen Zugfolge einen sehr starken Angriff entfalten kann, wonach Schwarz vor Problemen gestanden hätte. So stand er leider schon eher schlechter. Zhalmakhanov willigte trotzdem in eine Zugwiederholung ein, der Luis unter keinen vernünftigen Umständen ausweichen konnte.

remis

Sc4 – Tb5 – Se3 – Tb8 und Hände schütteln

Engel – Zhalmakhanov

Caissa lächelte Luis bei der Auslosung mit einer weiteren Weißpartie zu. Der Russe Daniil Golikov (2317) riss im bisherigen Turnierverlauf noch keine Bäume aus. Voller Elan machten wir uns an die Vorbereitung. Den Abend und den Vormittag verbrachten wir mit Theorie pauken. Wie knackt man die Französische Verteidigung? Die Spannung unmittelbar vor der Partie war förmlich greifbar. Wird tatsächlich die Vorbereitung aufs Brett kommen? Mit einem Sieg könnte Luis in den Top Ten noch einmal ordentlich mitmischen. Um es vorweg zu nehmen: die Hälfte klappte!
Ich bekam innerliche Freudensprünge als Luis bis 22.Taxc1 jeden Zug a Tempo dem Gegner servierte. Dann griff Golikov auch schon mit Dc6? fehl.

Dc6

Luis fand das starke Te4! und stand praktisch mit dem ersten eigenen Zug objektiv auf Gewinn. Besser kann eine Partie eigentlich nicht laufen. Leider sammelt man den Punkt erst mit dem unterzeichnen des Partieformulars endgültig ein. Golikov verteidigte sich zäh und es entstand eine Stellung in der klar war das Luis objektiv auf Gewinn steht, jedoch durch die beiden offenen Könige und gefährliche Freibauern die Verwertung kein Kinderspiel wird. Anerkennen muss man die starke Verteidigungsleistung des Russen verbunden mit dem Studienartigen Finish:

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Auch die weiße Mehrdame hilft leider nicht

Nun gilt es die Wunden zu lecken und in den letzten drei Runden noch einmal Vollgas zu geben. Daumen drücken sollten die Fans (neben Luis) auf jeden Fall auch Ashot Parvanyan. Er konnte in der U18 einen starken Großmeister schlagen und liegt mit bärenstarken 6/8 fantastisch im Rennen. Weiter so „A – shot“!

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Die Raute im Herzen: Luis hält auch in Krisenzeiten zum HSV 🙂

Halbzeit in Halkidiki!

Die letzten drei Tage haben sehr geschlaucht. Luis steht zur Hälfte des Turniers bei soliden 4/6 (exakt 2400 Performance). Ein Ergebnis mit dem man gut Leben kann, wenn auch noch nicht Weltmeisterlich 🙂

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Ruhetag – auch der „Resort-Hund“ braucht ne Pause

In Runde 4 gegen den Georgier Petriashvili lief zuerst alles nach Plan. Die Ragozin- Verteidigung hatten wir vor der Partie intensiv analysiert.

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In einer sehr komplizierten Partie griff Luis im 28. Zug fehl (Verlust statt leicht angenehmer) und verlor die Partie chancenlos. Schade Schokolade. Petriashvili – Engel 

Viel Zeit zu verschwenden, um sich über vergebene Chancen zu ärgern, macht zum einen keinen Sinn und zum anderen hatte die Luis auch nicht. In Runde 5 wartete der Franzose Loic Travadon.

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auch wenn es die Augen noch nicht verraten – gleich gibt es ein Feuerwerk!

Die wirklich ansehnliche Angriffspartie ist ein wahrer Augenschmauß :

Engel – Travadon

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ähnlich erging es meinem schwarzen Monarchen..

Heute ging es mit Schwarz gegen einen Fidemeister aus Sri-Lanka.

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Der Führer der Weißen Steine hatte jedoch kein großes Interesse an Komplikationen und steuerte sehr zielsicher auf den Remishafen zu. Gähnende Langweile, jedoch ist ein Schwarzremis auf dem Level nie ein Beinbruch. Wer etwas Einschlafhilfe benötigt :

Thilakarathne – Engel

Wir nutzten die freie Zeit für einen ausgiebigen Besuch im Pool:

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alle spielen Schach – Luis im Pool!

Insgesamt läuft es für die Deutsche Delegation im Rahmen der Erwartung. Es wird sich zeigen welche Nationen den Ruhetag am sinnvollsten Nutzen können. Wir werden die Deutsche Fahne im traditionellen Fussballturnier mit den Holländern, Schweizern und Belgiern würdig vertreten. Wir freuen uns auf die zweite Halbzeit des Turniers!

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Kaviar und Vollgas

Luis kommt voll in Fahrt! In der gestrigen Doppelrunde konnte unser Held 1,5/2 holen. Vor allem die erste Runde gegen den Serbischen FM mit dem furchteinflössenden Namen hatte es in sich.

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Luis hat seine Partie für euch kommentiert: Analyse Milosevic – Engel

Unbedingt loben möchte ich an dieser Stelle das vorzügliche Essen. Bisher gab es nichts zu meckern.

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Kaviar zum Mittag

Mit 2/2 bescherte die Auslosung Luis den Chinesen Hongchi Peng mit Weiß. Bei der Vorbereitung wurde klar, dass sich der Mann aus dem Land des Lächelns wohl Sizilianisch verteidigen wird. Wir rechneten mit der Taimanov-Variante. Hongchi hatte aber eher Lust auf Najdorf. Die in der Partie gespielte Zugfolge hatten Luis und ich in unseren abendlichen Blitzsessions auf unserem Balkon schon etliche male. Seinen Kopf musste Luis somit erst ab Zug 20 anstrengen. Es entwickelte sich eine extrem komplizierte Partie mit zweischneidigem Spiel. Nach mehreren taktischen Scharmützeln endete die Partie folgerichtig Remis.  Engel – Peng

 

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Ruhe vor dem Sturm

Mit 2,5/3 darf Luis heute an Brett 5 spielen. Sein Gegner kommt aus Georgien und ist mit ELO 2343 der erste richtige Brocken.

Mittlerweile haben wir unseren festen Rhythmus. Nach dem vorzüglichen Frühstück machen wir uns an die Vorbereitung. Um 13 Uhr wird diese durch das nächste Schlemmerfest unterbrochen. Danach noch einmal alles wiederholen und etwas ausruhen. 14:30 Uhr machen wir noch einen kleinen Spaziergang, welcher im Spielsaal endet.

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Der Fussballplatz wartet sehnsüchtig auf uns

Wie in vielen Hotels üblich funktioniert der Strom nur wenn eine Zimmerkarte in der dafür vorgesehenen Vorrichtung steckt. Da wir aber beide unsere Karten dauernd am Mann benötigen, wir jedoch gleichzeitig auch unsere elektronischen Geräte laden möchten, standen wir vor einer kniffligen Aufgabe. Diese wurde mit Bravour gelöst.

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der Schülerausweis als Retter in der Not

Die heutige Partie kann unter folgendem Link verfolgt werden:

Petriashvili – Engel

Sorgen müssen wir uns nicht:

„Wenn ich Weiß habe gewinne ich weil ich Weiß habe, wenn ich Schwarz habe gewinne ich weil ich Luis bin“ 🙂