Absolute Ekstase!!!

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Luis zerstört mit Andrej Esipenko die Nummer 1 der Welt in einer fantastischen Partie !!!

Mit diesem starken Schlusspurt (3 aus 3) landet er auf einem grandiosen 6.Platz.

Da hier gerade so laut „we are the champions“ gespielt wird und langsam die Haare für die Siegerehrung gerichtet werden müssen, werde ich die genaue Analyse auf morgen verschieben – vorausgesetzt ich überlebe die große Party heute Abend 🙂

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Theorieduelle in Griechenland

Luis steht bei soliden 5 aus 8. Es war wohl deutlich mehr drin. In Runde 7 wollten wir den Kasachen Ramazan Zhalmakhanov mit dem offenen Sizilianer (statt 3.Lb5) überraschen. Beide Spieler blitzten die Züge der Sweschnikov – Variante wie Kanonensalven aufs Brett. Luis kennt sich in den entstehenden Stellungen mit den jeweiligen Plänen sehr gut aus. Leider verwechselte er einen Zug, auf den Schwarz nicht g6 spielen musste, sondern sofort zu f5 greifen konnte.

ta2

Luis spielte hier Ta2? statt der Ihm eigentlich bekannten Idee: Sce3 – h4 – Ta2 – g3 – f4 – Tah2 und Attacke!

Dies ist besonders bitter, da er in der eigentlichen Zugfolge einen sehr starken Angriff entfalten kann, wonach Schwarz vor Problemen gestanden hätte. So stand er leider schon eher schlechter. Zhalmakhanov willigte trotzdem in eine Zugwiederholung ein, der Luis unter keinen vernünftigen Umständen ausweichen konnte.

remis

Sc4 – Tb5 – Se3 – Tb8 und Hände schütteln

Engel – Zhalmakhanov

Caissa lächelte Luis bei der Auslosung mit einer weiteren Weißpartie zu. Der Russe Daniil Golikov (2317) riss im bisherigen Turnierverlauf noch keine Bäume aus. Voller Elan machten wir uns an die Vorbereitung. Den Abend und den Vormittag verbrachten wir mit Theorie pauken. Wie knackt man die Französische Verteidigung? Die Spannung unmittelbar vor der Partie war förmlich greifbar. Wird tatsächlich die Vorbereitung aufs Brett kommen? Mit einem Sieg könnte Luis in den Top Ten noch einmal ordentlich mitmischen. Um es vorweg zu nehmen: die Hälfte klappte!
Ich bekam innerliche Freudensprünge als Luis bis 22.Taxc1 jeden Zug a Tempo dem Gegner servierte. Dann griff Golikov auch schon mit Dc6? fehl.

Dc6

Luis fand das starke Te4! und stand praktisch mit dem ersten eigenen Zug objektiv auf Gewinn. Besser kann eine Partie eigentlich nicht laufen. Leider sammelt man den Punkt erst mit dem unterzeichnen des Partieformulars endgültig ein. Golikov verteidigte sich zäh und es entstand eine Stellung in der klar war das Luis objektiv auf Gewinn steht, jedoch durch die beiden offenen Könige und gefährliche Freibauern die Verwertung kein Kinderspiel wird. Anerkennen muss man die starke Verteidigungsleistung des Russen verbunden mit dem Studienartigen Finish:

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Auch die weiße Mehrdame hilft leider nicht

Nun gilt es die Wunden zu lecken und in den letzten drei Runden noch einmal Vollgas zu geben. Daumen drücken sollten die Fans (neben Luis) auf jeden Fall auch Ashot Parvanyan. Er konnte in der U18 einen starken Großmeister schlagen und liegt mit bärenstarken 6/8 fantastisch im Rennen. Weiter so „A – shot“!

fussball

Die Raute im Herzen: Luis hält auch in Krisenzeiten zum HSV 🙂

Halbzeit in Halkidiki!

Die letzten drei Tage haben sehr geschlaucht. Luis steht zur Hälfte des Turniers bei soliden 4/6 (exakt 2400 Performance). Ein Ergebnis mit dem man gut Leben kann, wenn auch noch nicht Weltmeisterlich 🙂

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Ruhetag – auch der „Resort-Hund“ braucht ne Pause

In Runde 4 gegen den Georgier Petriashvili lief zuerst alles nach Plan. Die Ragozin- Verteidigung hatten wir vor der Partie intensiv analysiert.

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In einer sehr komplizierten Partie griff Luis im 28. Zug fehl (Verlust statt leicht angenehmer) und verlor die Partie chancenlos. Schade Schokolade. Petriashvili – Engel 

Viel Zeit zu verschwenden, um sich über vergebene Chancen zu ärgern, macht zum einen keinen Sinn und zum anderen hatte die Luis auch nicht. In Runde 5 wartete der Franzose Loic Travadon.

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auch wenn es die Augen noch nicht verraten – gleich gibt es ein Feuerwerk!

Die wirklich ansehnliche Angriffspartie ist ein wahrer Augenschmauß :

Engel – Travadon

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ähnlich erging es meinem schwarzen Monarchen..

Heute ging es mit Schwarz gegen einen Fidemeister aus Sri-Lanka.

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Der Führer der Weißen Steine hatte jedoch kein großes Interesse an Komplikationen und steuerte sehr zielsicher auf den Remishafen zu. Gähnende Langweile, jedoch ist ein Schwarzremis auf dem Level nie ein Beinbruch. Wer etwas Einschlafhilfe benötigt :

Thilakarathne – Engel

Wir nutzten die freie Zeit für einen ausgiebigen Besuch im Pool:

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alle spielen Schach – Luis im Pool!

Insgesamt läuft es für die Deutsche Delegation im Rahmen der Erwartung. Es wird sich zeigen welche Nationen den Ruhetag am sinnvollsten Nutzen können. Wir werden die Deutsche Fahne im traditionellen Fussballturnier mit den Holländern, Schweizern und Belgiern würdig vertreten. Wir freuen uns auf die zweite Halbzeit des Turniers!

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Kaviar und Vollgas

Luis kommt voll in Fahrt! In der gestrigen Doppelrunde konnte unser Held 1,5/2 holen. Vor allem die erste Runde gegen den Serbischen FM mit dem furchteinflössenden Namen hatte es in sich.

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Luis hat seine Partie für euch kommentiert: Analyse Milosevic – Engel

Unbedingt loben möchte ich an dieser Stelle das vorzügliche Essen. Bisher gab es nichts zu meckern.

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Kaviar zum Mittag

Mit 2/2 bescherte die Auslosung Luis den Chinesen Hongchi Peng mit Weiß. Bei der Vorbereitung wurde klar, dass sich der Mann aus dem Land des Lächelns wohl Sizilianisch verteidigen wird. Wir rechneten mit der Taimanov-Variante. Hongchi hatte aber eher Lust auf Najdorf. Die in der Partie gespielte Zugfolge hatten Luis und ich in unseren abendlichen Blitzsessions auf unserem Balkon schon etliche male. Seinen Kopf musste Luis somit erst ab Zug 20 anstrengen. Es entwickelte sich eine extrem komplizierte Partie mit zweischneidigem Spiel. Nach mehreren taktischen Scharmützeln endete die Partie folgerichtig Remis.  Engel – Peng

 

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Ruhe vor dem Sturm

Mit 2,5/3 darf Luis heute an Brett 5 spielen. Sein Gegner kommt aus Georgien und ist mit ELO 2343 der erste richtige Brocken.

Mittlerweile haben wir unseren festen Rhythmus. Nach dem vorzüglichen Frühstück machen wir uns an die Vorbereitung. Um 13 Uhr wird diese durch das nächste Schlemmerfest unterbrochen. Danach noch einmal alles wiederholen und etwas ausruhen. 14:30 Uhr machen wir noch einen kleinen Spaziergang, welcher im Spielsaal endet.

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Der Fussballplatz wartet sehnsüchtig auf uns

Wie in vielen Hotels üblich funktioniert der Strom nur wenn eine Zimmerkarte in der dafür vorgesehenen Vorrichtung steckt. Da wir aber beide unsere Karten dauernd am Mann benötigen, wir jedoch gleichzeitig auch unsere elektronischen Geräte laden möchten, standen wir vor einer kniffligen Aufgabe. Diese wurde mit Bravour gelöst.

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der Schülerausweis als Retter in der Not

Die heutige Partie kann unter folgendem Link verfolgt werden:

Petriashvili – Engel

Sorgen müssen wir uns nicht:

„Wenn ich Weiß habe gewinne ich weil ich Weiß habe, wenn ich Schwarz habe gewinne ich weil ich Luis bin“ 🙂

 

 

Traumstart in Halkidiki!

Weltmeisterschaft 2018. Nach einer wahren Odyssee sind wir in Griechenland angekommen. Der Wecker klingelte um 4 Uhr morgens, noch schnell den Figurensatz auf Vollständigkeit prüfen und ab zum Hamburger Hauptbahnhof. Von dort in locker flockigen vier Stunden nach Frankfurt. Die Zeit vertrieben wir uns mit Blitzpartien. In Anbetracht beiderseitiger Schlaftrunkenheit erzeugten wir echte Perlen 🙂

In Frankfurt angekommen trafen wir neben H.P. Baxxter samt Modelfreundin auch auf die Deutsche Delegation. Der Flieger brachte uns nach Thessaloniki, von dort mit dem Bus weiter nach Halkidiki. Völlig verschwitzt und müde bezogen wir gegen 18 Uhr unser Zimmer. Das „Porto Carras Grand Resort“ bietet (wie schon 2015) weltmeisterliche Bedingungen:

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Ein Strand zum entspannen.

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oder zum baden!

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für Weicheier auch nur der Finger ins Wasser..

und einen sehr eleganten Turniersaal.

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Auch die sehr langen Schlangen am Buffet sorgen nicht wirklich für schlechte Laune. Schachspieler aus 76 verschiedenen Ländern der Erde erzeugen eine großartige Atmosphäre.

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Die Vietnam – Gang auf dem Weg zum Essen.

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an Fleisch mangelt es nicht..

Der Blick von unserem Balkon könnte auch schlechter sein:

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Nach den ganzen Postkartenmotiven fragt sich der schachbegeisterte Leser natürlich, was Luis heute mit den Holzfiguren angestellt hat. Als Startranglistenplatz 8  in der U16 gestartet traf Luigi heute auf den Bulgaren Matey Petkov. Aufmerksame Beobachter des Blogs erinnern sich vielleicht noch an das kleine Maleur vor 3 Jahren an gleicher Stelle, als Luis im 4. Zug mit Weiß einen Bauern einstellte, dann jedoch noch mit Mühe und Not in den Remishafen lenkte. In diesem Jahr sollte es besser laufen.

Überlassen wir dem Neu-IM selbst das Wort: Analyse Engel – Petkov

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Morgen steht die erste (und auch einzige) Doppelrunde auf dem Programm. 10 Uhr geht es gegen den Serbischen Fidemeister Milos Milosevic. Die Partie ist unter folgendem Link Live zu verfolgen:

 https://chess24.com/de/watch/live-tournaments/fide-world-youth-championships-2018-o16/2/1/7

Sollte Luis nicht vom rechten Pfad abkommen, blicken wir hoffnungsvoll nach vorn!

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